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Mobiler Notruf: Kosten, Notrufuhr und Hilfe unterwegs

Ein Notruf für unterwegs kostet 37,00 bis 70,40 € im Monat. Die Pflegekasse übernimmt ihn nicht, denn sie zahlt nur den Hausnotruf für die Wohnung. Manche Geräte gelten zu Hause als Hausnotruf, dann rechnet der Anbieter den Kassenbetrag an und du zahlst nur den Aufpreis für draußen.

Ältere Frau telefoniert zu Hause am Fenster
Mobiler Notruf im Monat44,68 €Spanne 37,00 bis 70,40 €
Zuschuss der Pflegekasse0 €
Zahlst du selbst44,68 €

Was ein mobiler Notruf anders macht

Der klassische Hausnotruf reicht so weit wie das Funksignal in der Wohnung. Im Garten, beim Spaziergang oder im Supermarkt hilft er nicht. Ein mobiler Notruf hat eine eigene SIM-Karte und eine Ortung über GPS. Drückt die Person den Knopf, landet der Ruf in derselben Zentrale, und die sieht auf der Karte, wo sie ist.

Das passt zu Menschen, die noch viel allein unterwegs sind, aber unsicher auf den Beinen stehen, nach einem Schlaganfall, mit Herzproblemen oder Diabetes.

Uhr, Anhänger oder Handgerät

Die Geräte gibt es in drei Formen, und jede hat ihre Stärken.

  • Notrufuhr: Sie sitzt am Handgelenk und wird selten vergessen. Der Knopf ist klein, und der Akku hält oft nur einen bis zwei Tage.
  • Anhänger an einer Kette oder am Gürtel: großer Knopf, meist längere Laufzeit. Er muss jeden Morgen mitgenommen werden.
  • Handgerät mit Anzeige: Es kann auch telefonieren und passt zu Menschen, die mit Technik gut zurechtkommen.

Einige Geräte erkennen Stürze und lösen selbst Alarm aus. Das hilft, wenn die Person nach einem Sturz benommen ist, führt aber auch zu Fehlalarmen, etwa wenn die Uhr auf den Boden fällt.

Warum die Pflege­kasse nicht zahlt

Die Pflegekasse zahlt den Hausnotruf als Pflegehilfsmittel für die Wohnung, mit 27 € im Monat. Die Funktion für unterwegs gehört nicht dazu. Einige Anbieter bauen beides in ein Gerät. Gilt es zu Hause als Basisgerät, rechnen sie den Kassenbetrag an, und du zahlst nur den Unterschied. Ein reines Gerät für unterwegs übernimmt die Kasse nur in seltenen Einzelfällen.

Frag deshalb vor dem Vertrag, ob das Gerät bei der Kasse als Hausnotruf läuft und wie hoch dein Anteil ist. Manche Anbieter verlangen dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr.

Worauf du vor dem Vertrag achtest

  • Akku: Wie oft muss geladen werden, und warnt das Gerät rechtzeitig? Eine Ladeschale am Bett ist leichter als ein Kabel.
  • Empfang: Funktioniert die Ortung auch im Haus und auf dem Land mit schwachem Netz?
  • Hilfe vor Ort: Unterwegs schickt die Zentrale meist den Rettungsdienst oder ruft Angehörige an. Ein Einsatzdienst kommt oft nur nach Hause.
  • Wasser: Hält das Gerät Regen und Händewaschen aus?
  • Vertrag: Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und was beim Umzug ins Heim passiert.

Wenn es auch ohne Zentrale geht

Wer mit Smartphone oder Smartwatch umgehen kann, hat dort oft schon eine Notruffunktion. Sie ruft hinterlegte Kontakte an und schickt den Standort, manche Uhren erkennen auch Stürze. Eine Zentrale, die rund um die Uhr zuhört und die Krankengeschichte kennt, fehlt dabei. Das reicht, wenn Angehörige verlässlich erreichbar sind.

Bei Demenz hilft eine Ortung, wenn jemand sich verläuft. Sprecht offen darüber, solange die Person selbst mitentscheiden kann. Mehr zu Demenz steht unter Pflegegrad bei Demenz.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse eine Notrufuhr?

Nein, weder Kranken- noch Pflegekasse zahlen einen reinen Notruf für unterwegs. Die Pflegekasse zahlt 27 € im Monat für den Hausnotruf in der Wohnung. Läuft die Uhr zu Hause als Basisgerät, wird dieser Betrag angerechnet.

Was kostet ein Hausnotruf mit GPS?

Ein mobiler Notruf mit Ortung kostet 37,00 bis 70,40 € im Monat, je nach Anbieter und Umfang. Dazu kann eine einmalige Gebühr für die Einrichtung kommen.

Brauche ich beides, Hausnotruf und mobilen Notruf?

Nicht unbedingt. Wer kaum noch rausgeht, ist mit dem Hausnotruf gut versorgt, und den zahlt mit Pflegegrad die Kasse. Wer viel allein unterwegs ist, fährt mit einem Gerät für beides oft günstiger als mit zwei Verträgen.

Wie zuverlässig ist die Sturzerkennung?

Die Sensoren erkennen viele, aber nicht alle Stürze, etwa ein langsames Zusammensacken. Deshalb bleibt der Knopf wichtig. Fehlalarme kann die Person meist mit einem Druck abbrechen.

Gibt es beim Roten Kreuz eine Notrufuhr?

Viele Kreisverbände des Roten Kreuzes bieten Mobilgeräte an, auch als Uhr. Welche Geräte es gibt und was sie kosten, legt jeder Kreisverband selbst fest.