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PflegeanteilZuschuss-Check

Was kostet es, zu Hause zu bleiben?

Und was zahlt die Pflegekasse dazu? Wir rechnen es für eure Lage aus: Pflegegrad, Treppenlift, Bad, Hausnotruf, Hilfe im Alltag und zum Vergleich das Heim in deinem Bundesland.

Älteres Paar Arm in Arm zu Hause
Kurviger Treppenlift, eine Etage11.500 €
Zahlt die Kasse4.180 €
Zahlst du selbst7.320 €

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Jedes Zimmer führt zu einer Rechnung: was es kostet, was die Pflegekasse dazugibt und was ihr selbst zahlt. Über allem steht der Pflegegrad, er entscheidet, welche Leistungen es gibt.

PflegegradGrundlage für alle LeistungenPflegegrad Hilfe rund um die UhrBetreuung zu HauseBetreuung BadUmbau ab 3.000 €Bad Hausnotrufmit Pflegegrad oft ohne KostenNotruf TreppeTreppenlift ab 3.500 €Treppe Zuschuss je Umbau bis 4.180 €

Was die Pflege­kasse jeden Monat zahlt

Beträge im Monat. Pflegegeld und Sachleistung lassen sich kombinieren, der Entlastungsbetrag kommt immer dazu.
PflegegeldPflegedienst (Sachleistung)Entlastungsbetrag
Pflegegrad 1keinskeine131 €
Pflegegrad 2347 €796 €131 €
Pflegegrad 3599 €1.497 €131 €
Pflegegrad 4800 €1.859 €131 €
Pflegegrad 5990 €2.299 €131 €

Alle Leistungen ansehen

Zu Hause oder im Heim?

Ein Platz im Heim kostet im Schnitt 4.996 € im Monat. Mit Pflegegrad 3 zahlt die Kasse davon 1.632 €, den Rest zahlst du selbst. Das sind im ersten Jahr 40.368 €.

Pflegeheim im ersten Jahr, Pflegegrad 3, im Monat4.996 €
Zahlt die Kasse1.632 €
Zahlst du selbst3.364 €
Durchschnitt in Deutschland zum 1. Juli 2026. Die Kasse zahlt den festen Betrag für Pflegegrad 3 und einen Zuschlag von 15 Prozent auf die Pflegekosten.

Zu Hause bleiben kostet oft weniger, wenn das Haus passt: Ein Treppenlift an einer geraden Treppe kostet einmal etwa so viel wie zwei Monate Heim, und die Kasse gibt bis zu 4.180 € dazu.

Heim­kosten in jedem Bundesland

Eigenanteil je Monat mit dem Zuschlag der Kasse, Stand 1. Juli 2026.
Bundesland1. Jahr im Monatab 4. Jahr im Monat
Sachsen-Anhalt2.891 €1.695 €
Niedersachsen3.008 €1.890 €
Mecklenburg-Vorpommern3.031 €1.789 €
Schleswig-Holstein3.148 €2.078 €
Brandenburg3.150 €1.847 €
Sachsen3.152 €1.870 €
Thüringen3.163 €1.936 €
Bayern3.270 €1.959 €
Rheinland-Pfalz3.289 €2.229 €
Berlin3.387 €1.941 €
Hessen3.431 €2.091 €
Hamburg3.481 €2.186 €
Baden-Württemberg3.657 €2.216 €
Nordrhein-Westfalen3.671 €2.481 €
Saarland3.695 €2.389 €
Bremen3.761 €2.383 €

So geht ihr vor, wenn es schnell gehen muss

Oft beginnt es mit einem Anruf aus dem Krankenhaus: Die Entlassung steht an, und zu Hause ist nichts vorbereitet. Dann hilft eine feste Reihenfolge.

  • Pflegegrad beantragen. Ein Anruf bei der Pflegekasse genügt, das Geld gibt es ab dem Tag des Antrags. Liegt die Person im Krankenhaus, hilft der Sozialdienst dort, und die Begutachtung geht schneller. Wie der Antrag läuft, steht unter Pflegegrad beantragen.
  • Die ersten Wochen sichern. Reicht die Kraft noch nicht für zu Hause, überbrückt eine Kurzzeitpflege. Ein Pflegebett und ein Hausnotruf lassen sich in wenigen Tagen einrichten.
  • Den Alltag ordnen. Wer pflegt, wer kauft ein, wer ist nachts erreichbar? Was die Familie nicht schafft, übernimmt ein Pflegedienst oder eine Betreuungskraft.
  • Erst danach umbauen. Treppenlift und Bad brauchen Angebote und einen Antrag bei der Kasse, bevor der Auftrag unterschrieben wird.

Worauf es am meisten ankommt

Der Pflegegrad ist der Schlüssel zu fast allem. Ohne ihn zahlt die Pflegekasse nichts, auch keinen Zuschuss zum Umbau. Schon Pflegegrad 1 bringt den Entlastungsbetrag, den Hausnotruf und den Zuschuss für Treppenlift oder Bad.

Viele Leistungen verfallen, wenn niemand sie abruft. Das Pflegegeld zahlt die Kasse von selbst, den Entlastungsbetrag und den Jahresbetrag von 3.539 € für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege musst du aktiv nutzen. Nicht genutzte Entlastungsbeträge lassen sich bis zum 30. Juni des Folgejahres nachholen.

Beim Umbau zählt die Reihenfolge: erst Antrag, dann Auftrag. Und alles, was jetzt an Umbau nötig ist, gehört in einen Antrag, weil es als eine Maßnahme zählt.

Tages­pflege und Kurzzeit­pflege: was ein Tag kostet

Zwei Hilfen werden oft übersehen, obwohl die Kasse sie großzügig bezahlt.

In der Tagespflege verbringt die Person ein paar Tage in der Woche in einer Gruppe, mit Fahrdienst am Morgen und am Abend. Ein Tag kostet 60 bis 130 €, auf dem Land weniger als in der Stadt. Pflege, Betreuung und Fahrt zahlt die Kasse aus einem eigenen Budget von 721 € bis 2.085 € im Monat, zusätzlich zum Pflegegeld. Selbst zahlt ihr Essen, Unterkunft und Investitionskosten, meist 15 bis 35 € am Tag, und dafür lässt sich der Entlastungsbetrag einsetzen.

Die Kurzzeitpflege ist ein Platz im Heim für einige Wochen, etwa nach dem Krankenhaus oder wenn die Familie Urlaub braucht. Ein Tag kostet 80 bis 180 €. Den Pflegeteil zahlt die Kasse aus dem Jahresbetrag von 3.539 € für bis zu 8 Wochen. Selbst zahlt ihr 35 bis 65 € am Tag für Zimmer, Essen und Investitionskosten.

Was wir für euch rechnen

Auf jeder Seite stehen zwei Beträge getrennt: was die Kasse zahlt und was ihr selbst zahlt. Die Leistungen der Kasse stehen so im Gesetz und sind auf den Euro genau. Preise für Treppenlift, Bad, Hausnotruf, Pflegedienst und Betreuung sind Spannen aus dem Markt, mit der Mitte als Beispiel.

Der Zuschuss-Check fragt nach Pflegegrad, Wohnung und dem, was schwerfällt, und stellt daneben das Heim in eurem Bundesland. Wie wir zu den Zahlen kommen, steht unter So rechnen wir.

Wenn das Geld nicht reicht

Reichen Rente und Erspartes nicht für die Pflege, springt das Sozialamt mit der Hilfe zur Pflege ein. Vorher wird eigenes Vermögen eingesetzt, ein Schonbetrag von 10.000 € bleibt. Das gilt zu Hause wie im Heim.

Kinder müssen erst zahlen, wenn ihr Jahreseinkommen über 100.000 € liegt, und das für jedes Kind einzeln. Die meisten Familien sind davon nicht betroffen.

Häufige Fragen

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege zu Hause?

Eine Betreuungskraft, die mit im Haus lebt, kostet 2.400 bis 4.800 € im Monat, dazu ein Zimmer, Essen und die Anreise. Das Pflegegeld darfst du frei dafür einsetzen. Den Rest tragen meist Rente und Erspartes der Person.

Zahlt die Pflegekasse eine 24-Stunden-Pflege?

Einen eigenen Betrag dafür gibt es nicht. Es helfen aber das Pflegegeld, die Verhinderungspflege aus dem Jahresbetrag von 3.539 € und die Steuer, die bis zu 4.000 € im Jahr sinkt.

Was kostet ein Tag in der Tagespflege?

Ein Tag kostet 60 bis 130 €. Den größten Teil zahlt die Kasse aus dem Budget für Tagespflege. Selbst zahlst du meist 15 bis 35 € am Tag für Essen und Investitionskosten, und das geht auch über den Entlastungsbetrag.

Was kostet Kurzzeitpflege pro Tag?

Rechne mit 80 bis 180 € am Tag. Den Pflegeteil zahlt die Kasse ab Pflegegrad 2 aus dem Jahresbetrag von 3.539 €. Für Zimmer, Essen und Investitionskosten zahlst du selbst 35 bis 65 € am Tag.

Wer zahlt, wenn Rente und Erspartes nicht reichen?

Dann zahlt das Sozialamt über die Hilfe zur Pflege, zu Hause wie im Heim. Ein Schonvermögen von 10.000 € bleibt unangetastet. Kinder müssen nur zahlen, wenn sie im Jahr mehr als 100.000 € verdienen.

Ist Pflege zu Hause günstiger als das Heim?

Bei leichter Pflege fast immer, weil die Familie viel selbst übernimmt. Bei schwerer Pflege mit Betreuungskraft und Pflegedienst liegen beide oft nah beieinander. Im Heim zahlst du im ersten Jahr im Schnitt 3.364 € im Monat selbst.