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PflegeanteilZuschuss-Check

24-Stunden-Pflege: Was eine Betreuungs­kraft im Haus kostet

Eine Betreuungskraft, die mit im Haus lebt, kostet 2.400 bis 4.800 € im Monat, je nach Modell und Deutschkenntnissen. Dazu kommen ein eigenes Zimmer, Essen und die Anreise. Die Pflegekasse zahlt dafür keinen eigenen Betrag, aber das Pflegegeld darfst du frei dafür einsetzen.

Betreuerin und Seniorin auf einer Parkbank
Betreuungskraft im Monat2.500 bis 3.500 €Pflegegeld bis 990 € hilft mit
Betreuung rund um die Uhr, Pflegegrad 3, im Monat3.000 €
Zahlt die Kasse599 €
Zahlst du selbst2.401 €
Beispiel mit der Mitte der Spanne für eine Kraft über eine Agentur. Das Pflegegeld kannst du frei dafür einsetzen.
Spannen aus dem Markt, ohne Kost und Logis, wenn nicht anders genannt.
ModellIm Monat
Entsendung über eine Agentur2.500 bis 3.500 €
Selbständige Betreuungskraft2.500 bis 3.500 €
Arbeitgebermodell3.000 bis 4.500 €
Deutsche Agentur, gute Deutschkenntnisse4.000 bis 4.800 €
Kost und Logis285 bis 630 €
Anreise je Wechsel60 bis 250 €

Was hinter dem Wort steckt

Gesucht wird meist nach 24-Stunden-Pflege. Gemeint ist eine Betreuungskraft, oft aus Polen, Rumänien oder einem anderen Land der EU, die bei der Person wohnt. Sie hilft im Haushalt, kocht, begleitet zum Arzt, hilft beim Waschen und Anziehen und ist einfach da.

Zwei Dinge stecken nicht in dem Wort. Die Kraft arbeitet nicht 24 Stunden, sie braucht Nachtruhe, Pausen und freie Zeit. Und sie ist in der Regel keine Pflegefachkraft. Spritzen, Verbände oder Medikamente stellen gehören zum Pflegedienst, den die Krankenkasse mit Verordnung zahlt.

Was es im Monat kostet

Die Preise hängen vor allem am Modell. Alle Beträge gelten im Monat, ohne Zimmer und Essen.

  • Entsendung über eine Agentur: 2.500 bis 3.500 €
  • Selbständige Betreuungskraft: 2.500 bis 3.500 €
  • Arbeitgebermodell, ihr stellt selbst an: 3.000 bis 4.500 €
  • Agentur mit sehr guten Deutschkenntnissen: 4.000 bis 4.800 €

Dazu kommen Nebenkosten. Für Zimmer und Essen gilt amtlich ein Wert von zusammen 630 € im Monat. Was es euch am Ende kostet, hängt vom Haushalt ab. Jede An- und Abreise kostet 60 bis 250 €, und die Kräfte wechseln meist alle zwei bis drei Monate. Manche Agenturen verlangen einmalig 100 bis 600 € für die Vermittlung. Wie die Modelle rechtlich funktionieren, steht unter Modelle.

Was den Preis erhöht

  • Deutschkenntnisse: Gutes Deutsch kostet 200 bis 400 € mehr im Monat. Das ist der stärkste Preistreiber.
  • Zwei Personen: Betreut die Kraft ein Ehepaar, kommen 400 bis 900 € dazu.
  • Schwere Demenz oder viel Pflege: Spezialisierte Kräfte kosten 3.300 bis 3.900 €.
  • Nächte: Muss die Kraft oft aufstehen, reicht eine Person auf Dauer nicht.
  • Führerschein, Erfahrung mit Rollstuhl oder Lifter: Das lassen sich Agenturen extra bezahlen.

Liegt ein Angebot unter 2.400 € im Monat, ist Vorsicht angebracht. Mit Mindestlohn und Sozialabgaben geht das kaum legal.

Wer die Kosten mitträgt

Einen festen Zuschuss für eine Betreuungskraft gibt es nicht. Es helfen mehrere Leistungen: das Pflegegeld von 347 € bis 990 €, die Verhinderungspflege aus dem Jahresbetrag von 3.539 €, ein Pflegedienst über die Sachleistung und die Steuer. Wie das zusammenpasst, steht unter Finanzierung, die Steuer unter 24-Stunden-Pflege absetzen.

Zum Vergleich: Im Heim zahlst du im ersten Jahr im Schnitt 3.364 € im Monat selbst.

Passt eine Betreuungs­kraft zu euch?

Eine Kraft im Haus passt, wenn die Person vor allem Gesellschaft, Hilfe im Alltag und jemanden in der Nähe braucht. Weniger passt sie, wenn nachts regelmäßig viel zu tun ist oder viel Fachpflege anfällt.

Vorher klären solltet ihr: Gibt es ein eigenes Zimmer mit Tür und Internet? Möchte die Person jemanden im Haus haben? Wer aus der Familie ist Ansprechpartner? Nach der Anfrage schickt die Agentur Vorschläge, und die erste Kraft kann oft innerhalb von ein bis zwei Wochen anreisen.

Alles zu Betreuung rund um die Uhr

Häufige Fragen

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege aus Polen?

Über eine Agentur mit Entsendung rechne mit 2.500 bis 3.500 € im Monat, dazu Zimmer, Essen und Anreise. Das Herkunftsland spielt eine kleinere Rolle als die Deutschkenntnisse der Kraft.

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege für 2 Personen?

Betreut eine Kraft ein Ehepaar, kommen 400 bis 900 € zum Monatspreis dazu. Brauchen beide viel Hilfe, auch nachts, sind zwei Kräfte im Wechsel nötig, und das kostet deutlich mehr.

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege bei Demenz?

Bei leichter Demenz kostet es wie sonst auch 2.400 bis 4.800 €. Bei fortgeschrittener Demenz mit Unruhe am Abend oder in der Nacht sind erfahrene Kräfte nötig, sie kosten 3.300 bis 3.900 €.

Gibt es deutsche Kräfte für die 24-Stunden-Pflege?

Ja, aber selten und teurer. Agenturen mit sehr guten Deutschkenntnissen nehmen 4.000 bis 4.800 €. Eine deutsche Pflegefachkraft rund um die Uhr ist damit nicht gemeint, dafür braucht es mehrere Kräfte im Schichtdienst.

Welche Aufgaben übernimmt die Betreuungskraft?

Haushalt, Kochen, Einkaufen, Begleitung, Hilfe beim Waschen, Anziehen und Essen und Gesellschaft. Medizinische Aufgaben wie Spritzen oder Verbände übernimmt ein Pflegedienst.

Zahlt die Pflegekasse die 24-Stunden-Pflege?

Nicht direkt. Das Pflegegeld darfst du dafür einsetzen, und die Verhinderungspflege kann Zeiten abdecken, in denen die Familie ausfällt.