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PflegeanteilZuschuss-Check

Was kostet ein Treppen­lift, und was zahlt die Pflege­kasse?

Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet mit Einbau 3.500 bis 10.000 €, für eine Treppe mit Kurve 7.500 bis 17.000 €. Hat die Person einen Pflegegrad, zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € dazu, bei Pflegegrad 1 genauso wie bei Pflegegrad 5. Den Antrag stellst du vor dem Einbau.

Ältere Frau mit Gehstock oben an der Treppe im eigenen Haus
Treppenlift mit Einbauab 3.500 €Kasse zahlt bis 4.180 €
Welche Treppe, welcher Lift?
Wie viele Menschen im Haushalt haben einen Pflegegrad?
Gerader Treppenlift, eine Etage6.000 €Spanne 3.500 bis 10.000 €
Zuschuss der Pflegekasse4.180 €
Zahlst du selbst1.820 €
Nach Zuschuss: mit Pflegegrad und 4.180 € von der Pflegekasse.
BauartPreis mit EinbauNach Zuschuss ab
Sitzlift, gerade Treppe3.500 bis 10.000 €0 €
Sitzlift, kurvige Treppe7.500 bis 17.000 €3.320 €
Plattformlift, gerade Treppe9.000 bis 16.000 €4.820 €
Plattformlift, kurvige Treppe12.000 bis 25.000 €7.820 €
Hublift, senkrecht5.000 bis 25.000 €820 €
Homelift im Haus18.000 bis 42.000 €13.820 €
Sitzlift außen, gerade Treppe4.500 bis 9.000 €320 €
Treppensteiger1.000 bis 9.000 €0 €
Gebraucht, gerade Treppe2.000 bis 3.800 €0 €

Die Preise je Bauart auf einen Blick

Der Preis hängt vor allem davon ab, wie die Treppe geformt ist und wer den Lift nutzt. Die Zahl der Stufen spielt eine kleinere Rolle, als viele denken. Alle Preise gelten mit Einbau.

  • Sitzlift für eine gerade Treppe: 3.500 bis 10.000 €
  • Sitzlift für eine Treppe mit Kurve oder Podest: 7.500 bis 17.000 €
  • Plattformlift für den Rollstuhl, gerade Treppe: 9.000 bis 16.000 €
  • Plattformlift für den Rollstuhl, Treppe mit Kurve: 12.000 bis 25.000 €
  • Hublift, der senkrecht hebt: 5.000 bis 25.000 €
  • Homelift, also ein kleiner Aufzug im Haus: 18.000 bis 42.000 €
  • Sitzlift für draußen, gerade Treppe: 4.500 bis 9.000 €
  • Treppensteiger ohne Einbau: 1.000 bis 9.000 €

Gebraucht kostet ein Lift für eine gerade Treppe 2.000 bis 3.800 €. Mieten geht auch: meist einmalig 1.500 bis 5.000 € für Schiene und Montage und danach 50 bis 300 € im Monat.

Was den Preis erhöht

Bei einer geraden Treppe wird die Schiene aus Standardteilen auf Länge geschnitten. Bei einer Kurve wird sie nach Maß gebogen. Das kostet Zeit in der Fertigung und macht den größten Sprung im Preis. Danach kommen diese Punkte:

  • Länge der Fahrt: Jede weitere Etage kostet meist 1.500 bis 3.000 € mehr.
  • Kurven und Podeste: Jede Richtungsänderung braucht ein eigenes Schienenstück.
  • Parkplatz oben oder unten: Soll der Sitz um die Ecke fahren, damit er nicht im Weg steht, wird die Schiene länger.
  • Klappschiene: Ragt die Schiene unten in einen Flur oder vor eine Tür, klappt ihr Ende hoch. Das kostet 0 bis 1.000 € extra.
  • Draußen: Wetterfeste Technik kostet 1.000 bis 2.000 € mehr als der gleiche Lift im Haus.
  • Rollstuhl: Eine Plattform ist schwerer, breiter und deutlich teurer als ein Sitz.

Ein Drehsitz, der oben zur sicheren Seite dreht, ist bei vielen Angeboten im Grundpreis enthalten. Frag trotzdem nach, damit er nicht erst im Kleingedruckten auftaucht.

So viel zahlt die Pflege­kasse dazu

Einen fest eingebauten Treppenlift zahlt die Krankenkasse nicht, auch nicht die AOK oder eine andere Kasse. Zuständig ist die Pflegekasse. Sie gibt bis zu 4.180 € je Maßnahme, sobald ein Pflegegrad vorliegt. Der Betrag ist bei Pflegegrad 1 genauso hoch wie bei Pflegegrad 4. Eine Eigenbeteiligung gibt es nicht.

Wichtig ist der Begriff Maßnahme: Alles, was zum Zeitpunkt des Antrags an Umbau nötig ist, zählt zusammen als eine Maßnahme. Wer erst den Lift beantragt und ein halbes Jahr später das Bad, bekommt für das Bad oft nichts mehr, solange sich die Pflegesituation nicht geändert hat. Plane deshalb vorher, was ihr in einem Antrag bündelt.

Leben zwei Menschen mit Pflegegrad im Haus, kann jeder seinen Zuschuss für denselben Lift einbringen. Antrag, Fristen und Wege ohne Pflegegrad beschreibt die Seite Treppenlift Zuschuss.

Welche Bauart zu welcher Lage passt

Wichtig ist, was die Person noch kann und was absehbar kommt.

  • Kann sie sicher sitzen und oben ein paar Schritte gehen, reicht ein Sitzlift.
  • Kann sie die Knie schlecht beugen, gibt es Stehlifte, auf denen man sich anlehnt.
  • Braucht sie den Rollstuhl auch im oberen Stock, kommt ein Plattformlift oder ein Homelift in Frage.
  • Geht es nur um wenige Stufen am Hauseingang, ist ein Hublift oder eine Rampe oft einfacher.
  • Wird der Lift nur für kurze Zeit gebraucht, lohnt ein Blick auf Miete oder auf den Treppensteiger, den die Kasse als Hilfsmittel zahlen kann.

Auch für schmale Treppen gibt es Modelle. Ob einer passt und ob andere noch bequem am geparkten Lift vorbeikommen, zeigt das Aufmaß vor Ort.

Vom ersten Anruf bis zur ersten Fahrt

  • Pflegegrad klären. Gibt es noch keinen, lohnt der Antrag meist schon wegen des Zuschusses. Wie das geht, steht unter Pflegegrad beantragen.
  • Aufmaß vor Ort: Ein Techniker misst die Treppe. Für eine gerade Treppe genügen manchmal Fotos und ein paar Maße.
  • Angebote vergleichen und mit einem Kostenvoranschlag den Antrag bei der Pflegekasse stellen.
  • Auf die Entscheidung warten: Die Kasse hat drei Wochen Zeit, mit Gutachten fünf.
  • Bestellen und einbauen: Ein gerader Lift ist oft nach ein bis zwei Wochen da, ein Kurvenlift nach zwei bis fünf Wochen, weil die Schiene erst gefertigt wird. Der Einbau dauert wenige Stunden.
  • Einweisung: Die Firma zeigt, wie der Lift fährt, wie er lädt und was bei Stromausfall passiert.

Was du nach dem Zuschuss selbst zahlst, kannst du teilweise von der Steuer absetzen, als Handwerkerleistung oder als außergewöhnliche Belastung.

Alles zu Treppen­lift

Häufige Fragen

Was kostet ein Treppenlift für eine Etage?

Für eine gerade Treppe über ein Stockwerk rechne mit 3.500 bis 10.000 €, häufig um 6.000 €. Mit Kurve oder Podest sind es 7.500 bis 17.000 €. Der Einbau ist darin enthalten.

Übernimmt die AOK oder eine andere Krankenkasse den Treppenlift?

Nein. Ein fest eingebauter Lift ist kein Hilfsmittel der Krankenkasse. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € als Zuschuss für den Umbau. Nur einen mobilen Treppensteiger kann die Kasse mit Rezept als Hilfsmittel übernehmen.

Wie viel zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 2 oder 3?

Genauso viel wie bei jedem anderen Pflegegrad: bis zu 4.180 € je Maßnahme. Der Zuschuss hängt nicht von der Höhe des Pflegegrads ab, nur davon, dass einer vorliegt.

Gibt es einen Treppenlift kostenlos?

Ganz ohne eigenes Geld klappt es selten. Liegt der Preis unter dem Zuschuss, etwa bei einem einfachen gebrauchten Lift, zahlt die Pflegekasse den Rechnungsbetrag. Bei den meisten neuen Liften zahlst du einen Teil selbst.

Kostet ein Treppenlift pro Stufe mehr?

Nicht direkt. Anbieter rechnen nach Schienenlänge, Kurven und Ausstattung, nicht nach Stufen. Zwei Stufen mehr an einer geraden Treppe verändern den Preis wenig, eine zusätzliche Kurve deutlich.

Was gehört in einen Kostenvoranschlag?

Gerät, Schiene, Einbau, Mehrwertsteuer, Lieferzeit und Garantie sollten klar dastehen. Frag auch nach der Wartung im ersten Jahr, nach dem Preis für einen späteren Rückbau und ob ein Elektriker eine Steckdose an der Schiene setzen muss. Den Kostenvoranschlag legst du dem Antrag bei der Pflegekasse bei.