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PflegeanteilZuschuss-Check

Homelift: Was ein Aufzug im Einfamilienhaus kostet

Ein Homelift ist ein kleiner Aufzug, der ohne gemauerten Schacht im Haus steht. Für zwei Ebenen kostet er mit Einbau 18.000 bis 42.000 €, oft um 30.000 €. Dazu kommen je nach Haus Deckendurchbruch, Statik und Strom. Die Pflegekasse zahlt mit Pflegegrad bis zu 4.180 €.

Ältere Frau mit Gehstock oben an der Treppe im eigenen Haus
Homelift im Einfamilienhaus30.000 €Spanne 18.000 bis 42.000 €
Zuschuss der Pflegekasse4.180 €
Zahlst du selbst25.820 €
Beispiel mit einem typischen Preis und Pflegegrad. Ohne Pflegegrad zahlst du alles selbst. Leben zwei Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, gibt es bis zu 8.360 €.
Spannen aus dem Markt, mit Einbau. Dein Angebot kann abweichen.
PostenPreis
Aufzug mit Schacht am Haus25.000 bis 150.000 €

Worauf du bei Angeboten achtest

  • Mindestens zwei Angebote mit Aufmaß vor Ort einholen
  • Preis mit Einbau, Mehrwertsteuer und Wartung im ersten Jahr vergleichen
  • Den Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen, bevor du den Auftrag unterschreibst
  • Alle nötigen Umbauten in einem Antrag bündeln, sie zählen als eine Maßnahme

Was einen Homelift von einem Treppen­lift unterscheidet

Ein Treppenlift fährt an der Treppe entlang. Ein Homelift braucht keine Treppe, er fährt senkrecht durch eine Öffnung in der Decke. Die Kabine ist geschlossen oder halb offen und nimmt einen Rollstuhl, einen Rollator oder zwei Menschen mit. Er fährt langsamer als ein Aufzug im Mehrfamilienhaus, braucht keinen Maschinenraum, und oft reicht ein normaler Stromanschluss.

Das macht ihn interessant, wenn mehrere Etagen verbunden werden sollen, wenn jemand im Rollstuhl sitzt oder wenn die Treppe für einen Lift zu eng ist. Er ist aber auch die teuerste Lösung im Haus. Für eine Etage und einen Menschen, der sicher sitzen kann, ist ein Sitzlift für die gerade Treppe um ein Vielfaches günstiger.

Was zum Preis dazukommt

Die Spanne von 18.000 bis 42.000 € gilt für den Lift mit Einbau. Was das Haus zusätzlich verlangt, steht oft in einem zweiten Angebot:

  • Deckendurchbruch: Die Decke wird für die Fahrt geöffnet. Bei Holzbalken ist das einfacher als bei Beton.
  • Statik: Ein Statiker prüft, ob die Decke den Ausschnitt verträgt und wie Lasten neu verteilt werden.
  • Boden unten: Der Lift braucht eine tragfähige, ebene Fläche, manchmal eine flache Grube.
  • Strom: eine eigene Zuleitung mit Absicherung.
  • Brandschutz und Genehmigung: Innen im Einfamilienhaus oft ohne Genehmigung, das hängt aber vom Land und vom Haus ab.
  • Laufende Kosten: Wartung jedes Jahr und ein Notruf aus der Kabine.

Rechne diese Posten mit, bevor du Angebote vergleichst. Ein günstiger Lift mit teurem Umbau kann am Ende mehr kosten als ein teurer Lift, der in eine vorhandene Öffnung passt.

Platzbedarf und wo der Lift stehen kann

Ein Homelift braucht etwa die Grundfläche eines großen Schranks, für einen Rollstuhl entsprechend mehr. Gute Orte sind das Treppenauge, eine Ecke im Flur, ein Abstellraum oder eine Stelle, an der oben und unten übereinander ein Flur liegt. Wichtig ist, dass man auf jeder Etage ohne Stufe aussteigt und weiterkommt.

Draußen geht es auch: Ein Außenaufzug mit eigenem Schacht am Haus kostet 25.000 bis 150.000 €. Die Spanne ist groß, weil Fundament, Schacht, Durchbrüche in der Außenwand und meist eine Genehmigung dazukommen. Dafür bleibt innen alles, wie es ist.

Hersteller und Angebote

Homelifte bauen unter anderem Cibes, Aritco und HIRO, dazu viele Aufzugsfirmen aus der Region. Manche Anbieter von Treppenliften vermitteln auch Homelifte. Hol mindestens ein Angebot von einer Firma, die den Lift auch wartet. Bei einem Aufzug ist der Service über Jahre wichtiger als ein kleiner Unterschied beim Kaufpreis.

Frag bei jedem Angebot, welche Prüfungen vorgeschrieben sind, wer sie übernimmt und was der Notruf aus der Kabine im Jahr kostet. Diese Kosten laufen weiter, solange der Lift steht.

Förderung für den Homelift

Die Pflegekasse zahlt ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 €. Leben zwei Menschen mit Pflegegrad im Haus, gibt es für denselben Lift zwei Zuschüsse. Bei den Kosten eines Homelifts deckt das nur einen kleinen Teil. Für den großen Rest kommen in Frage:

  • Der Förderkredit 159 der KfW für altersgerechtes Umbauen. Den Zuschuss 455-B nimmt die KfW für 2026 nicht mehr an, das Geld ist aufgebraucht.
  • Landesprogramme in Bayern und Hamburg für barrierefreien Umbau.
  • Die Steuer: Was nach Zuschüssen bleibt, kann als außergewöhnliche Belastung zählen, wenn der Lift wegen Krankheit oder Behinderung nötig ist. Mehr unter Treppenlift und Steuer.

Überlegt in der Familie auch, wie lange das Haus noch bewohnt wird. Manchmal ist ein Umzug in eine Wohnung ohne Stufen oder ins betreute Wohnen die ruhigere Lösung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Aufzug im Einfamilienhaus?

Ein Homelift ohne gemauerten Schacht kostet für zwei Ebenen 18.000 bis 42.000 €, dazu Umbau und Statik. Ein Außenaufzug mit Schacht liegt bei 25.000 bis 150.000 €. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 €.

Was kostet ein Homelift für drei Etagen?

Mehr als für zwei, weil Fahrweg, Türen und ein weiterer Deckendurchbruch dazukommen. Eine feste Faustregel gibt es nicht. Lass dir ein Angebot für alle Etagen geben, auch wenn ihr zunächst nur zwei nutzt.

Braucht ein Homelift eine Baugenehmigung?

Innen im Einfamilienhaus oft nicht, außen häufig. Wegen Deckendurchbruch und Brandschutz kann aber auch innen eine Genehmigung nötig sein. Den Ausschlag gibt die Bauordnung deines Landes, die Baubehörde vor Ort weiß Bescheid.

Wie viel Platz braucht ein Homelift?

Etwa die Fläche eines großen Schranks, mit Rollstuhl mehr. Die genauen Maße hängen vom Modell und der Größe der Kabine ab. Oben und unten muss man ohne Stufe aussteigen können.

Gibt es einen Aufzug ohne Schacht?

Ja, das ist gerade der Kern des Homelifts. Er bringt seine eigene Führung mit und fährt durch eine Öffnung in der Decke. Einen gemauerten Schacht braucht meist nur ein Aufzug außen am Haus.