Hublift: Kosten, Einsatz am Hauseingang und Zuschuss der Pflegekasse
Ein Hublift hebt eine Plattform senkrecht nach oben, etwa vom Weg auf die Höhe der Haustür. Mit Einbau kostet er 5.000 bis 25.000 €, je nach Hubhöhe und ob er draußen steht. Bei Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse mit bis zu 4.180 €.

Worauf du bei Angeboten achtest
- Mindestens zwei Angebote mit Aufmaß vor Ort einholen
- Preis mit Einbau, Mehrwertsteuer und Wartung im ersten Jahr vergleichen
- Den Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen, bevor du den Auftrag unterschreibst
- Alle nötigen Umbauten in einem Antrag bündeln, sie zählen als eine Maßnahme
Wofür ein Hublift gedacht ist
Ein Hublift ist die Lösung für wenige Stufen und eine Höhe, die jemand im Rollstuhl nicht allein schafft. Typische Orte sind der Hauseingang mit drei bis sechs Stufen, der Weg auf die Terrasse, ein Hochparterre oder der Absatz zwischen Garage und Haus. Die Plattform fährt senkrecht wie ein kleiner Aufzug ohne Dach. Viele Hublifte schaffen bis etwa 1,80 Meter, mit geschlossener Fahrbahn auch mehr.
Hublift, Hebebühne und Senkrechtlift meinen meist dasselbe. Nicht gemeint sind Hublifte am Bahnsteig, an Bussen oder für Möbel und Lasten. Für die gelten andere Vorschriften und Preise.
Rampe, Hublift oder Plattformlift
Die Rampe ist die einfachste Lösung, braucht aber viel Länge. Damit ein Rollstuhl sie aus eigener Kraft schafft, sollte sie höchstens 6 Prozent steigen. Für jeden Zentimeter Höhe braucht es also gut 16 Zentimeter Rampe. Drei Stufen mit zusammen etwa 50 Zentimetern ergeben mehr als 8 Meter Rampe plus Zwischenpodest. Dafür fehlt vor vielen Häusern der Platz.
Der Hublift braucht dagegen nur eine Fläche etwas größer als der Rollstuhl, dazu Platz zum Auf- und Abfahren. Der Plattformlift fährt die Treppe selbst entlang und lohnt sich eher bei längeren Treppen. Wie man die Länge einer Rampe ausrechnet, steht unter Rollstuhlrampe.
Was den Preis bestimmt
- Hubhöhe: Je höher, desto stärker der Antrieb und desto aufwendiger die Sicherung. Ab etwa 1,80 Meter braucht es meist eine geschlossene Fahrbahn oder einen Schacht.
- Sicherung: Bei geringer Höhe reichen Klappen und ein Geländer, darüber sind Türen und eine Umwehrung nötig.
- Fundament: Viele Hublifte stehen auf einer ebenen Betonplatte, manche brauchen eine flache Grube, damit die Plattform ohne Kante erreichbar ist.
- Draußen: Wetterschutz, Entwässerung und Frostschutz kosten mehr.
- Antrieb: Es gibt Spindel und Hydraulik. Beides ist üblich, frag nach Wartung und Geräusch.
- Strom: Der Lift braucht einen eigenen Anschluss, den ein Elektriker legt, falls keiner da ist.
Die Bauarbeiten rund um den Lift, also Fundament, Pflaster und Strom, sind nicht immer im Angebot enthalten. Lass dir schriftlich geben, wer was macht.
Genehmigung und Nachbarn
Ein Hublift draußen am Haus kann eine Baugenehmigung brauchen, vor allem wenn er an der Fassade steht oder nah an die Grenze zum Nachbarn rückt. Die Regeln stehen in der Bauordnung jedes Landes, frag deshalb vor dem Auftrag bei der Baubehörde nach.
Im Mehrfamilienhaus braucht es die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft. Dient der Lift einem Menschen mit Behinderung, dürfen beide sie nicht ohne guten Grund verweigern. Einen Lift, der den Hauseingang für alle leichter macht, sehen viele Eigentümer gern, weil er auch mit Kinderwagen und Einkäufen hilft.
Zuschuss, Miete und gebraucht
Die Pflegekasse zahlt ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € für einen Hublift, genauso wie für einen Treppenlift. Muss gleichzeitig innen etwas geändert werden, etwa eine Tür verbreitert, gehört das in denselben Antrag, weil alles zusammen als eine Maßnahme zählt. Welche Umbauten der Zuschuss abdeckt, zeigt Zuschuss für den Umbau der Wohnung.
Hublifte werden auch gebraucht angeboten, vor allem kleinere Modelle für innen. Ein gebrauchter Lift muss zur Höhe und zum Fundament passen und von einer Fachfirma aufgestellt werden. Mieten ist bei Hubliften seltener als bei Sitzliften, einige Firmen bieten es für eine Übergangszeit an.
Häufige Fragen
Was kostet ein Hublift?
Mit Einbau 5.000 bis 25.000 €. Kleine Lifte für eine geringe Höhe innen liegen am unteren Rand, Lifte für draußen mit großer Hubhöhe am oberen. Fundament und Strom können extra kosten.
Was kostet ein Hublift für außen mit 3 Metern Höhe?
Solche Lifte liegen im oberen Teil der Spanne bis 25.000 €, weil sie eine geschlossene Fahrbahn oder einen Schacht brauchen. Bei dieser Höhe lohnt auch der Vergleich mit einem Außenaufzug, der mit Schacht 25.000 bis 150.000 € kostet.
Zahlt die Krankenkasse einen Hublift für den Rollstuhl?
Nein, ein fest eingebauter Lift ist Sache der Pflegekasse. Mit Pflegegrad gibt sie bis zu 4.180 €. Ohne Pflegegrad bleiben der KfW-Kredit 159, Landesprogramme in Bayern und Hamburg und die Steuer.
Braucht ein Hublift eine Grube?
Nicht immer. Viele Modelle stehen auf einer ebenen Platte und haben eine kleine Auffahrrampe. Soll die Plattform ganz ohne Kante erreichbar sein, wird sie in eine flache Grube gesetzt. Das bedeutet mehr Bauarbeit.
Ab wie vielen Stufen lohnt ein Hublift statt einer Rampe?
Schon ab zwei bis drei Stufen wird eine Rampe mit 6 Prozent Steigung mehrere Meter lang. Fehlt dieser Platz, ist der Hublift die kürzere Lösung. Bei einer einzelnen Stufe reicht oft eine kleine Rampe.