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PflegeanteilZuschuss-Check

Rollstuhl­rampe: Kosten, richtige Steigung und wer bezahlt

Eine mobile Rampe für Schwellen und einzelne Stufen kostet 130 bis 2.500 €, eine fest gebaute Rampe am Hauseingang 1.500 bis 6.000 €. Die feste Rampe bezuschusst die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 mit bis zu 4.180 €. Wie lang eine Rampe sein muss, hängt an der Höhe, die sie überwindet.

Frau im Rollstuhl in ihrer Küche
Feste Rampe am Hauseingang3.800 €Spanne 1.500 bis 6.000 €
Zuschuss der Pflegekasse3.800 €
Zahlst du selbst0 €
Beispiel mit einem typischen Preis und Pflegegrad. Ohne Pflegegrad zahlst du alles selbst. Leben zwei Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, gibt es bis zu 8.360 €.
Spannen aus dem Markt, mit Einbau. Dein Angebot kann abweichen.
PostenPreis
Mobile Rampe130 bis 2.500 €

Worauf du bei Angeboten achtest

  • Mindestens zwei Angebote mit Aufmaß vor Ort einholen
  • Preis mit Einbau, Mehrwertsteuer und Wartung im ersten Jahr vergleichen
  • Den Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen, bevor du den Auftrag unterschreibst
  • Alle nötigen Umbauten in einem Antrag bündeln, sie zählen als eine Maßnahme

Mobile oder feste Rampe

Mobile Rampen legt man bei Bedarf an und nimmt sie wieder weg. Es gibt sie als Keil für eine Türschwelle, als zwei Schienen für die Räder, als klappbare Rampe zum Tragen und als Teleskoprampe. Sie sind günstig, passen in Mietwohnungen und eignen sich für kleine Höhen und für unterwegs. Für größere Höhen werden sie schwer und steil.

Feste Rampen werden am Haus gebaut, aus Beton, Pflaster oder als Modulsystem aus Aluminium mit Geländer. Sie sind immer da, auch bei Regen und im Dunkeln, und helfen ebenso mit Rollator und Kinderwagen. Dafür brauchen sie Platz und je nach Land und Lage eine Genehmigung. Rampen für das Auto gehören zum Fahrzeugumbau und sind hier nicht gemeint.

Wie lang muss eine Rampe sein?

Damit jemand im Rollstuhl eine Rampe aus eigener Kraft hinauf und sicher hinunter fährt, sollte sie höchstens 6 Prozent steigen. Das ist die Vorgabe der Norm DIN 18040 für barrierefreies Bauen. 6 Prozent heißt: 6 Zentimeter Höhe auf 1 Meter Länge. Die Rechnung ist einfach: Höhe in Zentimetern geteilt durch 6 ergibt die Länge in Metern.

  • 8 Zentimeter Höhe: etwa 1,35 Meter Rampe
  • 10 Zentimeter Höhe: etwa 1,70 Meter Rampe
  • 15 Zentimeter Höhe, eine Stufe: 2,50 Meter Rampe
  • 20 Zentimeter Höhe: etwa 3,35 Meter Rampe
  • 1 Meter Höhe: fast 17 Meter Rampe, dazu Podeste

Nach höchstens 6 Metern Rampe braucht es ein Zwischenpodest von mindestens 1,50 Metern Länge zum Ausruhen. Oben und unten sollte eine ebene Fläche von 1,50 mal 1,50 Metern liegen. Die Rampe ist mindestens 1,20 Meter breit, hat auf beiden Seiten Handläufe und seitlich eine Kante, damit die Räder nicht abrutschen.

Steiler geht es nur mit Hilfe

Viele mobile Rampen sind steiler, weil sie sonst zu lang würden. Mit einer Begleitperson, die schiebt und bremst, geht das bei kurzen Stücken. Allein wird eine steile Rampe schnell zu anstrengend, und beim Hinunterfahren lässt sich der Rollstuhl schwer halten. Ein Elektrorollstuhl schafft mehr, braucht aber einen Belag, der auch nass nicht rutscht.

Wer die Höhe am Eingang nicht mit einer vernünftigen Rampe schafft, sollte einen Hublift vergleichen. Er braucht nur eine kleine Fläche und hebt senkrecht.

Was die Kasse zahlt

Eine feste Rampe am Haus ist ein Umbau des Wohnumfelds. Die Pflegekasse zahlt dafür ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 €, ohne Eigenanteil, wenn der Antrag vor dem Bau gestellt wird. Sind im Haus noch andere Umbauten nötig, etwa im Bad, gehören sie in denselben Antrag, weil alles zusammen als eine Maßnahme zählt.

Eine mobile Rampe kann die Kasse als Hilfsmittel übernehmen, wenn sie ärztlich verordnet ist. Dann bleibt nur eine Zuzahlung. Das lohnt sich vor allem für Rampen, die auch unterwegs gebraucht werden. Einfache Keile für Türschwellen kosten so wenig, dass viele sie selbst kaufen.

Ohne Pflegegrad bleiben der KfW-Kredit 159, die Landesprogramme in Bayern und Hamburg und die Steuer. Welche Umbauten der Zuschuss sonst abdeckt, zeigt Zuschuss für den Umbau.

Selber bauen und worauf du achtest

Eine Rampe aus Holz für eine einzelne Stufe lässt sich selbst bauen. Achte auf eine rutschfeste Oberfläche, auch bei Nässe und Laub, auf eine Kante an den Seiten und darauf, dass die Rampe fest liegt und nicht wandert. Holz wird draußen bei Regen glatt, ein Belag mit Körnung hilft.

Bei einer festen Rampe am Hauseingang lohnt der Fachbetrieb. Sie muss das Gewicht eines Elektrorollstuhls tragen, Wasser ableiten und im Winter zu räumen sein. Im Mietshaus braucht es die Zustimmung des Vermieters. Er muss zustimmen, wenn die Rampe einem Menschen mit Behinderung dient und ihm zumutbar ist, mehr dazu unter Umbau in der Mietwohnung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Rollstuhlrampe?

Mobile Rampen kosten 130 bis 2.500 €, einfache Keile für Schwellen weniger. Eine fest gebaute Rampe am Haus liegt bei 1.500 bis 6.000 €, dazu kommen manchmal Einbaukosten. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse für die feste Rampe bis zu 4.180 €.

Wie berechne ich die Länge einer Rollstuhlrampe?

Teile die Höhe in Zentimetern durch 6, dann hast du die Länge in Metern bei 6 Prozent Steigung. Für 15 Zentimeter sind das 2,50 Meter. Ab 6 Metern Länge braucht es ein Zwischenpodest.

Welche Steigung darf eine Rollstuhlrampe haben?

Nach DIN 18040 höchstens 6 Prozent, ohne seitliche Neigung. Das schaffen die meisten aus eigener Kraft. Steilere Rampen gehen nur auf kurzen Stücken und meist mit Begleitperson.

Zahlt die Krankenkasse eine Rollstuhlrampe?

Eine mobile Rampe kann sie als Hilfsmittel übernehmen, wenn sie verordnet ist. Eine feste Rampe am Haus ist Sache der Pflegekasse, die ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € gibt.

Geht eine Rampe am Hauseingang mit zwei Stufen?

Zwei Stufen sind etwa 30 bis 35 Zentimeter hoch, das ergibt 5 bis knapp 6 Meter Rampe. Das passt nur, wenn vor dem Haus genug Platz ist. Sonst ist ein Hublift die kürzere Lösung.