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PflegeanteilZuschuss-Check

Wartung und Reparatur beim Treppen­lift: was es jedes Jahr kostet

Die jährliche Wartung eines Sitzlifts kostet 100 bis 400 €, häufig um 200 €. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie für einen Lift im eigenen Haus nicht, viele Hersteller knüpfen ihre Garantie aber daran. Der häufigste Verschleiß ist der Akku, ein neuer kostet 100 bis 400 €.

Ältere Frau mit Gehstock oben an der Treppe im eigenen Haus
Wartung über zehn Jahre2.000 €
Zahlt die Kasse0 €
Zahlst du selbst2.000 €
Die Wartung zahlst du selbst, die Pflegekasse übernimmt sie nicht.
PostenKosten
Wartung im Jahr100 bis 400 €
Akku tauschen100 bis 400 €

Was bei der Wartung passiert

Einmal im Jahr kommt ein Techniker und prüft den Lift. Typisch sind:

  • Sicherheitsleisten und Sensoren, die den Lift stoppen, wenn etwas im Weg liegt
  • Gurt, Sitz, Armlehnen und Fußstütze
  • Antrieb, Zahnstange und die Laufrollen an der Schiene
  • Akku und Ladekontakte
  • Fernbedienungen und die Bedienung im Notfall
  • Befestigung der Schiene an den Stufen

Dazu wird die Schiene gereinigt und, wo nötig, geschmiert. Ein Protokoll zeigt, was geprüft und was getauscht wurde. Heb es auf, es hilft bei der Garantie und beim späteren Verkauf des Lifts.

Ist die Wartung Pflicht?

Für einen Treppenlift im eigenen Haus schreibt kein Gesetz eine Wartung vor. Sinnvoll ist sie trotzdem, aus zwei Gründen. Erstens verlangen viele Hersteller eine jährliche Wartung, damit die Garantie gilt. Zweitens fällt ein Lift oft genau dann aus, wenn er gebraucht wird, und kleine Mängel fallen bei der Wartung früh auf.

Anders ist es bei Liften in Mehrfamilienhäusern oder in Gebäuden, die viele Menschen nutzen. Dort trägt der Eigentümer mehr Verantwortung, und bei Plattformliften und Aufzügen können regelmäßige Prüfungen vorgeschrieben sein. Was für deinen Lift gilt, steht in der Betriebsanleitung und im Wartungsvertrag.

Wartungsvertrag oder einzeln bestellen

Ein Wartungsvertrag kostet einen festen Betrag im Jahr und enthält meist den Termin, die Anfahrt und kleine Verschleißteile. Manche Verträge bieten einen Notdienst mit schneller Reaktionszeit. Einzeln bestellt zahlst du nur, wenn der Techniker kommt, oft aber mit höheren Fahrtkosten. Frag beim Vertrag:

  • Welche Teile sind enthalten, welche kosten extra?
  • Gibt es einen Notdienst am Wochenende, und was kostet er?
  • Wie lang ist die Kündigungsfrist?
  • Endet der Vertrag, wenn der Lift verkauft oder abgebaut wird?

Bei gemieteten Liften ist die Wartung meist schon in der Monatsmiete enthalten, siehe Treppenlift mieten. Plattform- und Hublifte kosten in der Wartung meist mehr als ein Sitzlift.

Reparaturen und Akku

Der Akku ist das Teil, das am häufigsten getauscht wird, etwa alle drei bis fünf Jahre. Ein neuer kostet 100 bis 400 €. Zeichen für einen schwachen Akku sind langsamere Fahrten, Pieptöne oder ein Lift, der unterwegs stehen bleibt. Oft liegt es auch daran, dass der Sitz nicht an der Ladestelle geparkt wurde. Stell den Lift deshalb nach jeder Fahrt in die Ladeposition.

Akkus nur vom Hersteller oder vom Fachbetrieb kaufen und einbauen lassen. Ein falscher Akku kann die Elektronik schädigen, und die Garantie kann verfallen.

Bleibt der Lift stehen, hilft oft ein Blick in die Anleitung: Ist der Schlüsselschalter an, ist der Gurt geschlossen, liegt etwas auf der Schiene? Viele Lifte lassen sich im Notfall von Hand bewegen. Lass dir das bei der Einweisung zeigen, bevor es gebraucht wird.

Wer Wartung und Reparatur bezahlt

Die laufenden Kosten zahlst du in der Regel selbst. Der Zuschuss der Pflegekasse ist für den Einbau gedacht, die jährliche Wartung trägt sie üblicherweise nicht. Ist der Lift gemietet, übernimmt der Vermieter Wartung und Reparatur.

Steuerlich zählt die Wartung als Handwerkerleistung: 20 Prozent des Arbeitslohns gehen direkt von der Steuer ab. Die Rechnung muss den Arbeitslohn zeigen, bezahlt wird per Überweisung. Wie das beim Lift selbst funktioniert, steht unter Treppenlift und Steuer. Strom braucht ein Sitzlift dagegen wenig, weil er nur zum Laden am Netz hängt.

Häufige Fragen

Was kostet die Wartung eines Treppenlifts?

Für einen Sitzlift 100 bis 400 € im Jahr, häufig um 200 €. Plattform- und Hublifte sind teurer. Mit Wartungsvertrag sind Anfahrt und kleine Teile oft enthalten.

Ist die Wartung beim Treppenlift Pflicht?

Für einen Lift im eigenen Haus nicht gesetzlich. Viele Hersteller verlangen sie aber für die Garantie. In Mehrfamilienhäusern und bei Aufzügen können Prüfungen vorgeschrieben sein.

Was kostet ein neuer Akku für den Treppenlift?

100 bis 400 € je nach Modell, fällig meist alle drei bis fünf Jahre. Lass ihn vom Fachbetrieb tauschen, damit Garantie und Elektronik keinen Schaden nehmen.

Wer repariert einen Treppenlift?

Zuerst der Hersteller oder die Firma, die ihn eingebaut hat. Gibt es die Firma nicht mehr, übernehmen freie Servicebetriebe viele Marken. Frag nach Fahrtkosten und Stundensatz, bevor jemand kommt.

Kann ich die Wartung von der Steuer absetzen?

Ja, als Handwerkerleistung. 20 Prozent des Arbeitslohns werden von der Steuer abgezogen, zusammen mit anderen Handwerkerrechnungen höchstens 1.200 € im Jahr. Nötig sind Rechnung und Überweisung.