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PflegeanteilZuschuss-Check

Bade­wanne zur Dusche umbauen: Kosten, Varianten und Zuschuss

Eine Badewanne gegen eine Dusche zu tauschen kostet mit Einbau 3.000 bis 7.000 €, häufig um 5.000 €. Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € dazu. Den Antrag stellst du, bevor der Handwerker anfängt.

Dusche ohne Schwelle mit Haltegriff, wo früher eine Wanne stand
Wanne zur Dusche, Teilumbau5.000 €Spanne 3.000 bis 7.000 €
Zuschuss der Pflegekasse4.180 €
Zahlst du selbst820 €
Beispiel mit einem typischen Preis und Pflegegrad. Ohne Pflegegrad zahlst du alles selbst. Leben zwei Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, gibt es bis zu 8.360 €.
Spannen aus dem Markt, mit Einbau. Dein Angebot kann abweichen.
PostenPreis
Duschklappsitz100 bis 350 €
Haltegriff, je Stück60 bis 600 €

Worauf du bei Angeboten achtest

  • Mindestens zwei Angebote mit Aufmaß vor Ort einholen
  • Preis mit Einbau, Mehrwertsteuer und Wartung im ersten Jahr vergleichen
  • Den Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen, bevor du den Auftrag unterschreibst
  • Alle nötigen Umbauten in einem Antrag bündeln, sie zählen als eine Maßnahme

Zwei Varianten: schnell oder gefliest

Der Umbau geht auf zwei Arten, und die Preise unterscheiden sich deutlich.

Beim Systemumbau kommt die Wanne raus, an ihre Stelle eine flache Duschwanne, dazu Wandplatten über den alten Fliesen und eine Glaswand. Das geht oft an einem Tag, macht wenig Staub, und abends ist das Bad wieder nutzbar. Diese Variante liegt am unteren Ende der Spanne. Eine kleine Kante zur Duschwanne bleibt meist.

Beim klassischen Umbau wird der Bereich der Wanne neu gefliest und abgedichtet. So entsteht eine gemauerte Dusche mit flacher Wanne oder ganz bodengleich. Das dauert mehrere Tage und kostet mehr, passt dafür aber zum übrigen Bad und lässt sich später mit einem Duschstuhl befahren.

Was im Preis steckt und was ihn verändert

In der Spanne von 3.000 bis 7.000 € sind meist enthalten: Ausbau und Entsorgung der Wanne, Duschwanne oder Duschboden, Armatur, Glaswand oder Vorhangstange und die Montage. Teurer wird es durch:

  • Einen Abfluss, der nicht zur neuen Dusche passt und versetzt werden muss
  • Leitungen, die neu verlegt werden, etwa für eine Armatur auf anderer Höhe
  • Einen Boden, der für eine flachere Dusche geöffnet wird
  • Neue Fliesen statt Wandplatten
  • Einen Altbau mit Holzbalken oder unklarer Abdichtung

Sinnvolle Extras beim Umbau sind ein Klappsitz an der Wand und ein, zwei Griffe. Beides kostet wenig, wenn die Wand ohnehin offen ist. Ein Klappsitz kostet 100 bis 350 €, dazu die Montage.

Selber machen: was geht und was nicht

Wanne raus und Duschwanne rein klingt nach einem Wochenende. Der kritische Teil ist die Abdichtung. Ist sie fehlerhaft, zieht Wasser unbemerkt in Wand und Boden, oft erst nach Monaten sichtbar, in Wohnungen auch beim Nachbarn darunter. Der Schaden kostet dann ein Vielfaches des Umbaus.

Wer handwerklich geübt ist, kann Vorarbeiten übernehmen: Wanne ausbauen, alte Fliesen entfernen, entsorgen. Abdichtung, Abfluss und Wasseranschluss gehören in die Hand eines Fachbetriebs, der dafür haftet. Bei Eigenleistung erstattet die Pflegekasse in der Regel die Materialkosten, nicht die eigene Arbeitszeit.

In der Mietwohnung

Wer zur Miete wohnt, braucht für den Tausch die Zustimmung des Vermieters. Er muss zustimmen, wenn der Umbau einem Menschen mit Behinderung dient und ihm zumutbar ist, das regelt § 554 BGB. Klärt vorher schriftlich, ob die Dusche beim Auszug bleiben darf. Vielen Vermietern ist sie lieber als ein Rückbau zur Wanne, sicher ist das aber nicht.

Die Pflegekasse zahlt auch in der Mietwohnung. Was sonst zu beachten ist, steht unter Badumbau in der Mietwohnung.

Zuschuss und Antrag

Die Pflegekasse sieht den Tausch von Wanne gegen Dusche als typische wohnumfeldverbessernde Maßnahme. Sie zahlt ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 €, ohne Eigenanteil. Bei einem einfachen Systemumbau ist damit schon ein großer Teil gedeckt. So gehst du vor:

  • Angebot einholen, am besten zwei.
  • Antrag bei der Pflegekasse stellen, mit Angebot und einer kurzen Begründung, warum der Einstieg in die Wanne nicht mehr geht.
  • Die Zusage abwarten, drei bis fünf Wochen.
  • Erst dann den Auftrag geben.

Plant gleich mit, was sonst im Bad oder im Haus jetzt nötig ist. Alles zusammen zählt als eine Maßnahme, der Zuschuss kommt dafür einmal. Den Weg im Einzelnen beschreibt Zuschuss für den Badumbau.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine Badewanne zur Dusche umzubauen?

Mit Einbau 3.000 bis 7.000 €, häufig um 5.000 €. Ein Systemumbau mit Wandplatten liegt am unteren Ende, eine geflieste Dusche weiter oben. Die Pflegekasse zahlt mit Pflegegrad bis zu 4.180 €.

Geht der Umbau an einem Tag?

Ja, als Systemumbau mit flacher Duschwanne und Wandplatten. Eine geflieste oder bodengleiche Dusche braucht mehrere Tage, weil Abdichtung und Fliesen trocknen müssen.

Zahlt die Pflegekasse den Umbau von Wanne zu Dusche?

Ja, ab Pflegegrad 1 mit bis zu 4.180 € je Maßnahme. Den Antrag stellst du vor dem Umbau. Die Krankenkasse zahlt dagegen keinen Umbau.

Kann ich die Badewanne selbst gegen eine Dusche tauschen?

Vorarbeiten ja, die Abdichtung besser nicht. Undichte Stellen richten oft erst spät großen Schaden an. Bei Eigenleistung erstattet die Pflegekasse meist nur das Material.

Wer baut eine Badewanne zur Dusche um?

Sanitärbetriebe, Fliesenleger und spezialisierte Firmen für Umbauten an einem Tag. Für eine geflieste Dusche brauchst du meist beide Gewerke. Frag, wer die Abdichtung übernimmt und dafür haftet.