Duschstuhl oder Duschhocker: was hilft, was es kostet, wer zahlt
Ein Duschhocker oder Duschstuhl macht das Duschen sicherer, wenn langes Stehen schwerfällt. Mit ärztlichem Rezept zahlt ihn die Krankenkasse, du zahlst 10 Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro zu. Selbst gekauft kosten sie 25 bis 600 €, ein höhenverstellbarer Hocker oder einfacher Stuhl mit Lehne etwa 80 €.

| Posten | Preis |
|---|---|
| Duschstuhl, Kauf ohne Kasse | 25 bis 600 € |
Hocker, Stuhl, Klappsitz, Duschrollstuhl
- Duschhocker: ohne Lehne, klein, für Menschen, die sicher sitzen und nur nicht lange stehen können
- Duschstuhl: mit Rücken- und oft Armlehnen, gibt mehr Halt beim Hinsetzen und Aufstehen
- Drehbarer Duschstuhl: der Sitz dreht sich, praktisch beim Umsetzen
- Duschklappsitz: fest an der Wand, klappt weg, wenn andere duschen
- Duschrollstuhl: fahrbar und rostfrei, für Menschen, die nicht mehr in die Dusche gehen können
Für schwere Menschen gibt es XL- und XXL-Modelle. Die Traglast steht auf dem Typenschild und im Datenblatt.
Was die Krankenkasse zahlt
Duschhocker und Duschstühle stehen im Hilfsmittelverzeichnis in der Gruppe der Badehilfsmittel. Mit Rezept zahlt die Kasse ein passendes Standardmodell. Auf das Rezept gehören die Diagnose, etwa Gleichgewichtsstörung oder Schwäche nach einer Operation, und die Art, etwa Duschstuhl mit Rückenlehne.
Ein fest montierter Klappsitz kann je nach Fall über die Krankenkasse laufen oder als Teil eines Badumbaus über die Pflegekasse, die ab Pflegegrad 1 bis zu 4.180 € je Maßnahme bezuschusst. Frag vorher bei deiner Kasse nach, welcher Weg gilt. Wer die Dusche ganz umbauen will, findet mehr unter bodengleiche Dusche.
Sicher duschen: worauf du achtest
- Die Füße stehen flach auf dem Boden, wenn die Person sitzt. Dafür ist der Stuhl in der Höhe verstellbar.
- Die Gummifüße sind rutschfest und nicht abgenutzt.
- Der Stuhl passt in die Duschwanne, ohne am Rand zu kippeln.
- Ein Haltegriff an der Wand hilft beim Aufstehen.
- Eine Handbrause mit langem Schlauch macht das Duschen im Sitzen leichter.
In einer Duschwanne mit hohem Rand bleibt das Einsteigen das Problem, auch mit Stuhl. Dann lohnt ein Blick auf den Umbau zur bodengleichen Dusche.
Baumarkt, Discounter oder Sanitätshaus
Duschhocker gibt es auch im Baumarkt oder beim Discounter, oft günstig. Das kann für einen einfachen Hocker reichen. Achte auf die Traglast, auf rutschfeste Füße und darauf, dass das Material Feuchtigkeit verträgt. Über das Rezept bekommst du dagegen ein Modell aus dem Verzeichnis, das Sanitätshaus stellt es ein und tauscht es, wenn es nicht passt.
Mit Pflegegrad lohnt außerdem ein Blick auf die Leistungen der Pflegekasse für Umbauten im Bad, siehe Badumbau Zuschuss.
Baden statt duschen
Wer lieber badet, braucht eine andere Lösung: ein Badewannenbrett, einen Badewannensitz oder einen Badewannenlift, der die Person in die Wanne hinab und wieder hinauf fährt. Auch das sind Hilfsmittel der Krankenkasse mit Rezept und derselben Zuzahlung. Mehr unter Badewannenlift.
Häufige Fragen
Zahlt die Krankenkasse einen Duschstuhl?
Ja, mit ärztlichem Rezept. Du zahlst 10 Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Die Kasse zahlt ein passendes Standardmodell.
Bekomme ich einen Duschstuhl bei Pflegegrad 1?
Einen Pflegegrad brauchst du dafür nicht, ein Rezept reicht. Mit Pflegegrad kann die Pflegekasse zusätzlich Umbauten im Bad bezuschussen.
Duschhocker oder Duschstuhl: was passt?
Ein Hocker reicht, wenn die Person sicher sitzt und nur nicht lange stehen kann. Wer beim Sitzen Halt braucht oder schwer aufsteht, kommt mit einem Stuhl mit Rücken- und Armlehnen besser zurecht.
Kann ich einen Duschstuhl ausleihen?
Über die Kasse kommt er oft leihweise. Ohne Rezept verleihen manche Sanitätshäuser Duschstühle gegen eine Gebühr.
Wie viel Gewicht trägt ein Duschstuhl?
Das steht auf dem Typenschild und im Datenblatt. Für schwere Menschen gibt es XL- und XXL-Modelle mit höherer Traglast.