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PflegeanteilZuschuss-Check

Entlastungs­betrag bei Pflegegrad 3: Tages­pflege, Betreuung bei Demenz, Fristen

Bei Pflegegrad 3 gibt es wie bei allen Graden 131 € Entlastungsbetrag im Monat. Bei diesem Grad fließt er besonders oft in den Eigenanteil der Tagespflege oder in Betreuung bei Demenz. Er wird gegen Beleg erstattet und kürzt weder Pflegegeld noch Sachleistung.

Ältere Frau mit Tasse am Fenster
Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 3 im Jahr1.572 €
Zahlt die Kasse1.572 €
Zahlst du selbst0 €
Gleich hoch in allen Pflegegraden. Was du nicht nutzt, kannst du bis zum 30. Juni des Folgejahres nachholen.

Der typische Einsatz: Eigen­anteil der Tages­pflege

Wer bei Pflegegrad 3 in die Tagespflege geht, bekommt Pflege und Fahrdienst aus einem eigenen Budget der Kasse bezahlt. Selbst zu zahlen sind Essen und Investitionskosten, meist 15 bis 35 € pro Tag. Genau diese Rechnung übernimmt der Entlastungsbetrag. Bei ein bis zwei Tagen in der Woche deckt er einen guten Teil davon.

Liegt eine Abtretung vor, schickt die Tagespflege die Rechnung direkt an die Kasse. Die Familie sieht am Monatsende nur noch den Rest. Wie viele Tage bei diesem Grad möglich sind, steht unter Tagespflege bei Pflegegrad 3.

Betreuung bei Demenz

Viele Menschen mit Pflegegrad 3 haben eine Demenz. Für sie gibt es Betreuungsgruppen, oft einmal in der Woche für einige Stunden, und Helferinnen, die nach Hause kommen, mit der Mutter spazieren gehen oder spielen. Diese Angebote sind häufig anerkannt und lassen sich über den Entlastungsbetrag bezahlen.

Für die Angehörigen sind das die Stunden, in denen sie zum Arzt, zum Friseur oder einfach allein sein können. Mehr über die Leistungen bei Demenz steht unter Pflegegrad bei Demenz.

Bei jeder Kasse gleich

Ob AOK, IKK classic, Techniker, Barmer oder eine private Pflegeversicherung: Der Entlastungsbetrag ist gesetzlich festgelegt und überall gleich hoch. Unterschiede gibt es nur im Ablauf, etwa welche Formulare die Kasse für die Abtretung nutzt oder wie schnell sie erstattet. Welche Anbieter im eigenen Land anerkannt sind, kann jede Kasse sagen.

Wenn der Betrag monatelang liegen bleibt

Bei Pflegegrad 3 kommt es oft vor, dass die Familie den Betrag lange nicht abruft, weil kein Anbieter frei ist oder schlicht die Zeit fehlt. Das Geld sammelt sich dann an. Aus einem Kalenderjahr lässt es sich bis zum 30. Juni des nächsten Jahres einsetzen, danach ist es weg.

Ein Blick auf den Stand bei der Kasse im Frühjahr hilft, den Rest noch zu verwenden, etwa für einige Wochen mehr Betreuung oder für den Eigenanteil einer Kurzzeitpflege.

Nicht für Körperpflege, nicht als Lohn

Zwei Grenzen gelten bei Pflegegrad 3 wie bei allen Graden ab 2. Der Entlastungsbetrag zahlt keine Hilfe beim Waschen, Anziehen oder Toilettengang durch den Pflegedienst, dafür gibt es die Sachleistung von 1.497 €. Und er ist kein Geld für die pflegenden Angehörigen selbst. Für sie ist das Pflegegeld gedacht, das die gepflegte Person weitergibt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 3?

131 € im Monat, zusammen 1.572 € im Jahr. Er ist in allen Pflegegraden gleich und gilt 2026 unverändert.

Wofür kann man den Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 3 verwenden?

Für anerkannte Betreuung, Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung sowie für Eigenanteile in Tagespflege und Kurzzeitpflege. Bei Pflegegrad 3 geht er oft an die Tagespflege.

Zahlt die IKK classic den Entlastungsbetrag anders?

Nein. Höhe und Regeln stehen im Gesetz und sind bei allen Pflegekassen gleich. Nur Formulare und Ablauf unterscheiden sich.

Können Angehörige bei Pflegegrad 3 den Entlastungsbetrag bekommen?

Nicht für ihre eigene Pflege. Sie profitieren, weil er Hilfe von außen bezahlt, die ihnen Zeit verschafft.

Wird der Entlastungsbetrag automatisch ausgezahlt?

Nein. Die Kasse erstattet nur, was mit Rechnung nachgewiesen ist. Ungenutztes Geld bleibt bis zum 30. Juni des Folgejahres stehen.