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PflegeanteilZuschuss-Check

DRK Hausnotruf: was er kostet und wie er bei euch vor Ort läuft

Beim Deutschen Roten Kreuz kostet der Hausnotruf im Basistarif 27 € im Monat. Hat die Person einen Pflegegrad und lebt sie viel allein, übernimmt die Pflegekasse diesen Betrag, der Anschluss kostet dann nichts. Alles andere, vom Schlüsseldienst bis zum Mobilruf, regelt der DRK-Kreisverband vor Ort selbst.

Ältere Frau telefoniert zu Hause am Fenster
Deutsches Rotes Kreuz, größtes Paket im Monat27 €
Zahlt die Kasse27 €
Zahlst du selbst0 €
Mit Pflegegrad zahlt die Kasse 27 € für das Basisgerät. Preise je Paket 27 €, regional verschieden.
Wer zahltBetrag
Pflegekasse, Basisgerät im Monat27 €
Mit Umsatzsteuer beim Anbieter32,13 €
Anschluss mit Kassenübernahme0 €

Warum jeder Kreisverband eigene Tarife hat

Das Rote Kreuz ist kein einzelnes Unternehmen, sondern ein Verbund aus Landes- und Kreisverbänden. Den Hausnotruf betreibt in der Regel der Kreisverband, manchmal zusammen mit Nachbarverbänden über eine gemeinsame Notrufzentrale. Deshalb gibt es keine bundesweite Preisliste. Wer nach der DRK-Preisliste für 2026 sucht, findet sie auf der Seite des eigenen Kreisverbands, oft als Faltblatt zum Herunterladen.

Fast überall gleich ist nur der Basistarif, weil er sich an dem Betrag orientiert, den die Pflegekasse zahlt. Pakete mit Schlüsselhinterlegung, Einsatzdienst oder Zusatzgeräten kosten je nach Ort unterschiedlich viel. Frag deshalb immer nach der Preisliste für eure Postleitzahl und lass dir sagen, welche Leistungen im Monatspreis stecken.

Was im Basistarif steckt und was dazukommen kann

Im Basistarif bekommst du eine Basisstation für die Steckdose und einen kleinen Funksender, den die Person als Armband oder an einer Kette trägt. Ein Druck auf den Knopf baut eine Sprechverbindung zur Zentrale auf, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Zentrale ruft je nach Lage Angehörige, Nachbarn oder den Rettungsdienst.

Je nach Kreisverband kommen weitere Bausteine dazu:

  • Hinterlegung eines Wohnungsschlüssels, damit Helfer ohne Aufbrechen in die Wohnung kommen
  • Ein Einsatzdienst, der bei einem Alarm selbst vorbeikommt
  • Zusatzgeräte wie Rauchmelder, die mit der Basisstation verbunden sind
  • Ein Mobilruf für unterwegs, der wie ein Handy im Mobilfunknetz arbeitet

Diese Extras zahlt die Pflegekasse nicht. Den Teil, den du selbst trägst, kannst du als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen.

Mit Pflegegrad: so kommt die Pflege­kasse ins Spiel

Die Pflegekasse zahlt den Basistarif ab Pflegegrad 1, wenn drei Dinge zutreffen: Die Person lebt allein oder ist große Teile des Tages allein, sie könnte im Notfall nicht sicher mit einem normalen Telefon Hilfe holen, und es muss jederzeit mit einem Notfall gerechnet werden. Ein Rezept braucht es nicht, nur einen kurzen Antrag bei der Pflegekasse. Den bereitet meist der Kreisverband vor, du unterschreibst.

Die Kasse zahlt frühestens ab ihrer Zusage, nicht rückwirkend. Wer sofort anfangen will, zahlt die Zeit bis dahin selbst. Wie der Antrag im Einzelnen läuft, steht unter Hausnotruf kostenlos. Fehlt der Pflegegrad noch, lohnt der Antrag, denn schon Pflegegrad 1 reicht, siehe Pflegegrad beantragen.

Einrichten, testen, ohne Festnetz

Die Basisstation braucht eine Steckdose und eine Verbindung nach außen. Früher war das immer der Telefonanschluss, heute laufen viele Geräte über eine SIM-Karte im Mobilfunknetz. Wer keinen Festnetzanschluss mehr hat, fragt beim Kreisverband nach einem Gerät mit Mobilfunk, das bei manchen Verbänden Hausnotruf GSM heißt. Wichtig ist dann guter Empfang in der Wohnung.

Meist kommt ein Mitarbeiter vorbei, schließt das Gerät an, macht einen Probealarm und bespricht, wen die Zentrale im Notfall anrufen soll. Diesen Probealarm solltet ihr später ab und zu wiederholen, damit die Person den Ablauf nicht vergisst. Geht ein Armband verloren oder ist es kaputt, meldest du das dem Kreisverband, er kümmert sich um Ersatz.

Zieh den Stecker der Basisstation nicht einfach heraus, wenn die Person verreist oder ins Krankenhaus kommt. Melde die Abwesenheit lieber der Zentrale, dann weiß sie Bescheid.

Kündigen, Umzug und Vertrag

Den Vertrag schließt ihr mit dem Kreisverband. Dort stehen Laufzeit, Kündigungsfrist und was bei Umzug ins Heim, in eine andere Stadt oder im Todesfall gilt. Die Kündigung geht schriftlich an den Kreisverband, das Gerät holt er ab oder ihr gebt es zurück.

Zieht die Person in einen anderen Landkreis, ist oft ein anderer Kreisverband zuständig. Dann braucht es einen neuen Vertrag und eine neue Zusage der Pflegekasse. Was bei einem Umzug sonst zu bedenken ist, steht unter Umzug in eine barrierefreie Wohnung.

Häufige Fragen

Was kostet der DRK Hausnotruf im Monat?

Der Basistarif kostet 27 € im Monat. Mit Pflegegrad und Zusage der Pflegekasse zahlt die Kasse diesen Betrag. Pakete mit Schlüssel und Einsatzdienst kosten mehr, die Preise legt der Kreisverband fest.

Gibt es eine DRK Hausnotruf Preisliste für 2026?

Eine bundesweite Liste gibt es nicht. Jeder Kreisverband veröffentlicht seine eigenen Tarife, oft als Faltblatt auf seiner Seite. Frag dort nach den Preisen für eure Adresse.

Gibt es beim DRK einen Hausnotruf für unterwegs?

Viele Kreisverbände bieten einen Mobilruf an, ein Gerät mit SIM-Karte, das auch außerhalb der Wohnung funktioniert. Die Pflegekasse zahlt ihn in der Regel nicht, weil sie den Notruf in der Wohnung übernimmt.

Funktioniert der DRK Hausnotruf ohne Festnetzanschluss?

Ja, wenn der Kreisverband ein Gerät mit Mobilfunk anbietet, was heute weit verbreitet ist. Vorher sollte geprüft werden, ob der Empfang in der Wohnung reicht.

Kann ich den DRK Hausnotruf von der Steuer absetzen?

Ja, den Teil, den du selbst zahlst. Er zählt als haushaltsnahe Dienstleistung, das Finanzamt zieht 20 Prozent davon von der Steuer ab. Den Anteil der Kasse kannst du nicht absetzen.

Wie kündige ich den DRK Hausnotruf?

Schriftlich beim Kreisverband, mit der Frist aus dem Vertrag. Bei Umzug ins Heim oder im Todesfall gelten oft kürzere Fristen. Sag auch der Pflegekasse Bescheid, damit sie nicht weiter zahlt.